Programm Dr. Tom Dablander

Um Verbesserung fordern zu können, muss man bereit sein Verantwortung zu übernehmen. Deshalb freuen wir uns mitteilen zu dürfen, dass unser Obmann Dr. Tom Eric Dablander 2022 zur Kammerwahlperiode 2022-2027 antritt und hoffen, dass er Sie in Zukunft auch in der Ärztekammer als Mandatar in der Sektion TurnusärztInnen vertreten darf.

Vorläufige Zielsetzungsliste Dr. med.univ. Tom Eric Dablander für die Kammerwahlperiode 2022-2027:

Diese Liste an Zielen wurde erstmalig am 16.01.2021 verfasst und unterliegt laufenden Aktualisierungen. Für etwaige Anregungen bin ich jederzeit über office@nextgendoctors.at erreichbar.

Grundsätzlich wurden alle Zielsetzungspunkte unter der Zurrateziehung dreier Fragen erstellt: 

  • Ist es im Sinne der Gesundheitsversorgung der gesamten Bevölkerung?
  • Ist es im Sinne einzelner PatientInnen?
  • Ist es im Sinne der gesamten (angehenden) ÄrztInnenschaft?

Psychische Gesundheit:

  • Etablierung eines kostenlosen, anonymen Psychotherapieangebots (ersten 5 Sitzungen) für ÄrztInnen im intra- und extramuralen Bereich durch kammerexterne Organisationen (um Hemmschwelle zu senken)
  • Verpflichtende, kostenlose Supervision für alle Medizinstudierenden min. 1x pro Jahr
  • Setzen von Interventionen zur Erhöhung der Lebensqualität, sowie Erhebung und Auswertung der Suizidinzidenz/prävalenz unter ÄrztInnen
  • Etablierung von „mental health awareness“ – Kampagnen

Nachwuchsförderung:

  • Implementierung eines österreichweiten prä- und postpromotionellen Mentoringsystem zur Förderung und Forderung von (angehenden) JungärztInnen am Beispiel der MedUni Wien
  • Approbation direkt nach dem Studium
  • Alternativ: ausgewählte ärztliche Tätigkeiten außerhalb der Weiterbildungsstelle legalisieren (z.B. (je nach Tätigkeit teilsupervidierte) Unterstützungsleistungen in Ordinationen von niedergelassenen KollegInnen/MentorInnen etc.)
  • Außerordentliche, beitragsbefreite Ärztekammermitgliedschaft für künftige ÄrztInnen, die sich im Klinisch-Praktischen Jahr (KPJ) befinden
  • Verstärkter Einsatz und Solidarität für angehende JungärztInnen im KPJ um Arbeitsbedingungen und Entlohnung zu verbessern (Angleichung an Gehalt von dem man leben kann, so z.B. 12€ netto/h)
  • Stipendien für finanziell schwächer gestellte Medizinstudierende
  • Umwidmung von einigen Kammerimmobilien für non-profit Zwecke (günstiger Wohnraum für finanziell schwächer gestellte Medizinstudierende)
  • Offene Kammer: gesundheitspolitisch-interessierte Medizinstudierende können in die Ärztekammer schnuppern kommen

prä- und postpromotionelle Ausbildung:

  • Förderung von praktischen Grundkompetenzen bis zur Beendigung des Studiums mit Fokus auf Therapie von Erkrankungen mit höchster Prävalenz in der Bevölkerung.
  • Bereitstellung von zusätzlichem administrativem Personal in den Spitälern, Schluss mit Fieberkurven übertragen, Kopieren gehen etc.
  • Digitalisierung der Rasterzeugnisse
  • Regelmäßige, unangekündigte Audits von Lehrkrankenhäusern zur Evaluation der Ausbildungsqualität
  • Entzug der Ausbildungsplätz, sofern Mindestkriterien nicht erreicht werden
  • Mehr als „Aufnahmen“ im KPJ; Veröffentlichung von verpflichtenden, zeitversetzten Bewertung von Abteilungen in ganz Wien
  • Etablierung einer Bewertungsplattform für DiplomarbeitsbetreuerInnen

Evidenzbasierte Gesundheitspolitik:

  • Schwerpunkt österreichweit: Finanzierung aller öffentlichen Gesundheitsdienstleistungen aus einem Topf um unerwünschte Lenkungseffekte zu unterbinden
  • Förderung der länderübergreifenden Gesundheitsversorgung 
  • Nationale Anpassung von Kassentarifen an tatsächlichen Bedarf in der Bevölkerung
  • Erhöhung von Tarifen um -falls möglich- eine lokale Versorgung im extramuralen Bereich zu fördern
  • Stärkung des niedergelassenen Bereichs:
    Bedarfsorientierte Schaffung von zusätzlichen kassenärztlichen Stellen unter Berücksichtigung der künftigen demographischen Entwicklungen
  • Maximale Dienstzeit auf 12,5h verkürzen bei entsprechender Gehaltskompensation und maximal 5 Nachtdiensten pro Monat. KEINE Gehaltseinbußen für ÄrztInnen und sicherere Arbeitsbedingungen
  • Verpflichtungserklärung zur evidenzbasierten Gesundheitspolitik für alle KammermandatarInnen
  • Terminisierung von pseudomedizinischen Ärztekammerdiplomen wie Homöopathie und Anthroposophischer Medizin u.ä.
  • Jährliche Evaluation des „Health at a Glance” in der Vollversammlung der Wiener Ärztekammer
  • Verstärkte Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien und dem Institut für höhere Studien um Qualitätssicherung in der Gesundheitsversorgung voranzutreiben 
  • Qualitätssicherungsprogramm inkl. verpflichtender Zertifizierung und Schaffung von Kompetenzzentren für spezifische Erkrankungsbilder um die Versorgungsqualität zu erhöhen
  • Verpflichtende Dokumentation/statistische Auswertung und Veröffentlichung vom prä- und postinterventionellen Zustand des PatientInnenkollektivs in Kompetenzzentren (wie bspw. Mayo-Clinic & Martini-Klinik) um „best point of care“ für PatientInnen transparent zu machen
  • Stärkung von laufenden „community nurse“ Programmen unter Supervision der lokalen niedergelassenen AllgemeinmedizinerInnen
  • Verstärkter öffentlicher und evidenzbasierter Diskurs über gesundheitsökonomische Maßnahmen/Evaluationen
  • Implementierung eines Schulfaches für Gesundheit (bspw. monatlich 2 Stunden oder als Wahlfach) um Informationen früh und breit in die Bevölkerung zu bringen um die Gesundheitskompetenzen der nachfolgenden Generationen zu stärken
  • Ursachenforschung zur international vergleichsweise hohen kardiovaskulären Sterblichkeit mit Implementierung von Präventionsprogrammen (Health at a Glance 2019)
  • Langfristige, bundesweite Kampagnen in Schulen zu den schädlichen Effekten des Alkoholkonsums und des Rauchens
  • Datenbasierte Kommunikation zur Ärztedichte in Österreich
  • Pilotprojekte zu „incentivized health care mangement”-Programmen
  • Gesetz an Nationalrat: Transparente Kommunikation und Auswertung der Daten des Dachverbandes der Sozialversicherungen

Digitalisierung:

  • Flächendeckender, rabattierter Zugang zu digitalen, evidenzbasierten Gesundheitsservices für alle ÄrztInnen (bspw. up2date, evidenzbasierte Guidelines)
  • Transparente Förderung, Vorstellung und Beteiligung von vielversprechenden, österreichischen digital health startups
  • Forcierung der digitalen Arbeitszeiterfassung im intramuralen Bereich
  • Etablierung eines Ärztekammerreferates für digitale Gesundheit in Kooperation mit externen Experten
  • Zielgerichtete Datenauswertung der Sozialversicherungsträger in Kooperation Gesundheit Österreich GmbH um eine evidenzbasierte Gesundheitsversorgung zielgerichteter anbieten zu können
  • Digitalisierung und Anpassung von Rasterzeugnissen an reale Gegebenheiten
  • Forcierung einer europäischen, digitalen Gesundheitsakte mit hoher Usability (keine ELGA 2.0)

Kammerpolitik: 

  • Evaluierung aller Referate und Verpflichtung für jährlichen Upload des Tätigkeitsberichtes mit ansonstiger Mahnung durch das Präsidium. Auflösung respektive Neubesetzung des Referates bei zwei Mahnungen.
  • Ausschreibung von Ärztekammerreferaten inkl. öffentlichem Hearing und transparente Vergabe entsprechend vorzuweisender Qualifikationen 
  • Limitierung von bezahlten Funktionen
  • Transparenzpaket: Veröffentlichung von Honoraren die über die Ärztekammer oder Tochtergesellschaften an FunktionärInnen ausgeschüttet werden. 
  • Veröffentlichung aller Anträge, die in der Vollversammlung der Wiener Ärztekammer gestellt werden inkl. Abstimmungsverhalten
  • Livestream der Vollversammlung im Sinne einer „open democracy“
  • Informationsveranstaltungen zur Kammerstruktur unter Medizinstudierenden
  • Quellenverweise bei Ärztekammeranträgen