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Digital medicine – die besten Apps und Websites für den Klinikalltag

#nextgendoctors #zukunftsmedizin #ÄrztInnenvonmorgen #digitalhealthcare

Bis es flächendeckend digitalisierte Fieberkurven, Visitentablets, Headsets, Spracherkennungsprogramme und augmented reality im OP gibt werden in Österreich wohl noch ein paar Jahrzehnte vergehen. Bis dahin wollen wir euch helfen, eine effektivere ÄrztIn zu sein. If you want different results, try different approaches. 

Wir wollen, dass medizinische Aus- und Weiterbildung für das gesamte Gesundheitspersonal breit verfügbar, attraktiv und kostengünstig ist. In unserer Quellen-Serie stellen wir großartige Ressourcen vor, von denen (künftige) ÄrztInnen und angehöriger andere Gesundheitsberufe und unserer Meinung nach besonders profitieren. Wir bekommen kein Geld von den Anbietern, sondern präsentieren einfach, was uns im Alltag weitergeholfen hat, uns weiterzubilden.

Must have:

·     Diagnosia – Eine, nach Registrierung, kostenfreie App, in welcher man den österreichischen oder deutschen Arzneimittelindex nutzen kann, um die Fachinformation diverser Medikamente nachzulesen, die Inhaltsstoffe hinter Handelsnamen zu erkennen und Interaktionen verschiedener Arzneien zu überprüfen. Ermöglicht die Suche nach Wirkstoffen und Handelsnamen, über den ATC-Code kann man ähnliche Präparate finden. Die Einträge sind untergliedert nach Dosierung, Wechselwirkung, Indikation und Zusammensetzung. Die gesamte Fachinformation ist auch downloadbar.

https://www.diagnosia.com/

·     Uptodate – Die Plattform, wenn es darum geht die aktuellste, internationale Evidenz zur Diagnostik und Behandlung verschiedenster Krankheitsbilder nochmal nachzulesen. Zeichnet sich durch sinnvolle Quellenangaben aus, ist aber leider kostenpflichtig. Über die Netzwerke vieler Arbeitgeber/Kliniken kann man jedoch darauf zugreifen. In Wien über den WiGev und das AKH kostenlos verfügbar, auch die App-Version. Kleiner Nachteil: hauptsächlich wird auf us-amerikanische Guidelines verlinkt, selten Medikamente empfohlen, die in der EU keine Zulassung haben. Sehr gut ist aber, dass es zu fast jedem Thema einen Beitrag gibt. Das Summary zu Beginn des Artikels ist im Nachtdienst oft genug ein wahrer Lebensretter.

https://www.uptodate.com/home

Optionales:

·     MDcalc –  Ein im klinischen Alltag unschätzbarer Helfer, wenn man selbst gerne mit Scores arbeitet. Weiters ist es auch möglich die Evidenz der Scores und die klinischen Konsequenzen, die aus diversen Ergebnissen resultieren, nachzulesen. Nach Registrierung kostenlos als Website oder als App verfügbar.

https://www.mdcalc.com/

·    Embryotox – Die App, wenn man mit der Pharmakotherapie von Schwangeren oder stillenden Frauen zu tun hat. Subsummiert auch die aktuelle Datenlage zu Effekten einzelnen Medikamenten unter Säuglingen, sollten die Zulassungsstudien das Thema nicht abgedeckt haben. Kostenfrei.

https://www.embryotox.de/

·   Amboss – Speziell im ÄrztInnen-Modus mit Medikamentendosierungen eine App, die auch während der Visite ein schnelles Einlesen in die meisten Erkrankungen erlaubt. Leider kostenpflichtig im Abo-Modell, jedoch gibt es mehrere Universitäten, die ihren Studierenden das Programm kostenlos per Campuslizenz zur Verfügung stellen. Als treuer Begleiter während des Studiums jeden Cent wert, neben Uptodate eine gute deutschsprachige Ergänzung. Jahreskosten (2021) : ÄrztInnen 192€, Studierende 84€.  

https://www.amboss.com/de

·     Medscape – nach Registrierung gratis, inkl. Medikamentenregister, Drug Interaction Checker, Procedure-Anleitungen und aktuellen Empfehlungen bei diversen Krankheitsbildern. Unserer Meinung nach, entspricht sie am ehesten einer Mischung aus Amboss und Diagnosia.

https://www.medscape.com/

·   Med4you – Gute Seite, auf welcher man fast alles zu Laborwerten durchlesen kann, falls man mal unsicher ist, ob einem die Ergebnisse der eigenen Breitseitendiagnostik nicht mehr Probleme bereiten, als nützen. Allerdings haben manche Artikel auch vor mehr als 5 Jahren das letzte Mal ein Update erfahren.

https://med4you.at/laborbefunde/lbef_liste.htm

Wir hoffen, ihr konntet euch mit diesem Artikel einige neue Quellen erschließen und ihr dürft euch natürlich auch auf weitere Artikel mit grundsätzlichen Weiterbildungsquellen und Beiträgen zu FOAMed (Free Open Access Medical Education) einstellen. Wenn es Themen Aus- und Weiterbildung betreffend gibt, die eurer Meinung nach besonders erwähnenswert sind, schreibt uns doch eure Ideen oder macht mit. 

Die einzelnen Quellen werden wir im Laufe der Zeit, geordnet nach Themengebieten, in einem eigenen Reiter auf unsere Homepage stellen, um die Übersichtlichkeit zu bewahren.

Stay tuned und lasst uns einen Kommentar dar welche Apps ihr häufig im Einsatz habt!

Eure nextgendoctors

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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