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#Mental health

Lass mich Arzt, ich bin durch – Notizen zur psychischen Gesundheit #mentalhealthawareness

Medizin – ein Fach, das eine große Bandbreite an Stoff mit sich bringt, dessen Wissen sich von Jahr zu Jahr expandiert. Doch nicht nur das Wissen, sondern auch praktische und emotionale Fertigkeiten zeichnen gute ÄrztInnen aus – weswegen nicht umsonst die Ausbildung ein langer Weg ist, bis man eigenständig als Arzt praktizieren darf. Die Kombination aus Wissenschaft, angewendetem Wissen und praktischen Fertigkeiten, Empathie und der Fähigkeit, in Stresssituationen die Kontrolle zu bewahren, prädestiniert den Arztberuf dahingehend, mit einem hohen Maß an psychischem Stress einherzugehen.

Das Medizinstudium lehrt, was den Menschen gesund erhält und krank macht – in einem System, dass die Ärzte weitestgehend dazu erzieht, sich selbst auszublenden, um zu funktionieren. Die Zahlen sprechen für sich: Sei es die Prävalenz von Depressionen, Burn Out, bis hin zum Suizid, dessen Rate bei Ärzten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung 3,4fach erhöht, bei Ärztinnen sogar um das 5,7fache.

Es stellt sich die Frage, ob und wie es möglich sein darf, Menschen zu einem gesunden Lebensstil zu beraten, in schwierigen Situationen unter Umständen über Leben und Tod zu entscheiden und kranken Menschen beizustehen, Verantwortung für sie übernimmt, wenn man dabei stetig eine eigene Linie überschreitet und sich in eine pathologische Richtung bewegt.

Ein Lösungsansatz dazu: Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen, Supervision/Selbsterfahrung mit PsychotherapeutInnen und Gesprächsrunden im Kollegium etablieren.

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